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Entwicklungen und Fehlentwicklungen an Grundschulen

 

Elternbriefe-online berichtet in ELTERNBRIEFEN von den Entwicklungen und Fehlentwicklungen an Grundschulen und orientiert sich dabei stets an den neuesten Ergebnissen aus den zuständigen Wissenschaftsbereichen. Sämtliche Informationen wurden sorgfältig recherchiert und sind jederzeit überprüfbar. Elternbriefe-online  ist in jeder Hinsicht unabhängig. 

 

 

aktualisiert am: 12.07.2010

 

Elternbrief Nr. 13

Ergänzung in Elternbrief Nr. 13:

  • Nr. 13: Pädagogik gegen das Kind -

    Lesen durch Schreiben' mit dem Unterricht nach Sommer-Stumpenhorst, Tinto und Reichen

    Wie wissenschaftsferne Dogmen unseren Kindern schaden

In: Kap. IV.: 'Schreib', wie du sprichst!' - Schreiben nach Gehör und mit der Anlauttabelle > die qualitativen Fehleranalyse

Elternbrief Nr. 21

  • Nr. 21: Länger gemeinsam  lernen -

 schulpolitisch gesteuerte Experimente an und mit Kindern 

Ergänzung: II. Grundschule neu gedacht - in NRW und anderswo in Deutschland oder: Wie aus G8 schon bald G6 werden soll!

  • Nr. 20: "Der Teufel ist böse." -

 Moderner Anfangsunterricht mit der Methode 'Sommer-Stumpenhorst'

Elternbrief Nr. 20

  • Lesempfehlung: Lernwegsorientierter Schriftspracherwerb im Spiegel der Empirie und des Schulalltags v. Wilfried Metze (s. unten!

In Vorbereitung:

 Elternbrief Nr. 22: Individualisierung an Grundschulen - Potemkinsche Dörfer fürs Show-Fenster

 

 

Weltweit kein Industrieland spielt so unbedarft mit der Zukunft seiner Kinder wie Deutschland. Von der Bildungspolitik getrieben hat insbesondere die Grundschulen ein Innovationswahn erfasst, der auf den ersten Blick die Vermutung aufkommen lässt, Bildungspolitik habe ausschließlich sich selbst zu dienen. In Wirklichkeit jedoch nähern wir uns, inzwischen nicht einmal mehr nur schleichend, einer finanz-, bildungs- und schulpolitisch verursachten Bildungskrise, die die Ausmaße und Folgen der derzeit bejammerten Krisen um ein Vielfaches übertreffen wird. Eine der konkret zu benennenden Ursachen findet sich in der bundespräsidialen Direktive Roman Herzogs (1997): "Entlassen wir die Schulen und Hochschulen in die Freiheit!" Prof. Ludwig A. Pongratz (Frankfurt am Main, 2006) zieht das bedrohliche Fazit daraus: "Genau so gut könnte die aktuelle Devise lauten: «Unterwerfen wir die Schulen und Hochschulen dem umfassenden Diktat der Märkte!»". Seine Befürchtungen sind indes längst - nicht nur für die Universitäten - Realität geworden. Auf der Suche nach der noch billigeren Grundschule verfügen Schulpolitiker zunehmend die Auflösung von Grundschulen sowie die Zusammenlegung von angeblich zu klein gewordenen Schulklassen und versuchen, Lehrer und Eltern für die Einführung der flexiblen Schuleingangsphase bzw. für den jahrgangsübergreifenden Unterricht (JÜL / Flex) - je nach Modell - z. B. für die Klassen 1-3 sowie 4-6 zu begeistern: Endziel ist die flächendeckende Einführung der Gemeinschaftsschule für alle Kinder - nach den Konzepten des NS-Pädagogen Peter Petersen (Jenaplan-Schule). Lobbyisten der Bildungsindustrie, die sich überall da, wo über Bildungs- und Schulpolitik entschieden wird, bequem eingenistet haben, beeinflussen in hohem Ausmaß interessengeleitet bildungs- und schulpolitische Entscheidungen und nehmen dabei sogar in Kauf, mit ihrer Einflussnahme bewährte pädagogische Grundsätze zu schreddern. Die inzwischen etablierte 'autonome Schule', die in der Regel für die Mängelverwaltung jahrzehntelanger verantwortungsloser Bildungs- und Schulpolitik steht, ist keineswegs nur eine politisch gewollte Konstruktion. Clevere Lernmittelentwickler und -verlage werben heute vor Ort in der autonomen Schule marktschreierisch für ihre oft unglaublich skurrilen und teuren Machwerke zum Selbstunterricht bzw. zur Stillbeschäftigung in den überfüllten Klassen: LehrerInnen zur tatsächlichen und effektiven individuellen Förderung fehlen allerorten. Die Kosten für die Lernmittel, die oft nicht einmal über eine Zulassung für den normalen Jahresunterricht verfügen, werden auf die Eltern abgewälzt oder durch Spenden finanziert. Inzwischen sind – insbesondere – die Grundschulen zu einem hart umkämpften Absatzmarkt für die abenteuerlichsten Lernmaterialien  geworden. Der Profitgier der Anbieter wird der wissenschaftlich abgesicherte pädagogische Sachverstand geopfert, die Folgen sind massive Beschädigungen der Lebensbiographien vieler sogar gut begabter, durchschnittlich oder schwächer begabter Kinder. Für die Schulpolitik kostenneutral, für die Bildungsindustrie ein gewinnbringendes Geschäft: Insbesondere an Grundschulen übernehmen vermehrt Lernmittelentwickler und -verlage Veranstaltungen zur Lehrerfortbildung (z. B. der Schulbuchverlag Cornelsen, der Lernmittelentwickler und -verleger Sommer-Stumpenhorst), die oftmals den Charme von Werbeveranstaltungen für Heizdecken und Kochtöpfe entwickeln. Arglose und oft beklagenswert schlecht ausgebildete  GrundschullehrerInnen gedeihen bei dargereichtem Kaffee, Kuchen und Orangensaft schon bald zur kaufwilligen Kundschaft. So wird die zunehmende Privatisierung der Schulen zum vollen Erfolg. "Haben Sie Interesse an schul-internen Lehrer-Fortbildungen ("SchiLF") durch die Rechtschreibwerkstatt?" heißt es auf Sommer-Stumpenhorsts Homepage. Man kommt nämlich sogar ins Haus.

Vermehrt nehmen besorgte Eltern als Privatlehrer am Nachmittag den Unterricht im Lesen, Schreiben und Rechnen selbst in die Hand  oder schicken ihre Kinder in den professionellen Nachhilfeunterricht, der mittlerweile selbst in dörflichen Gemeinden angeboten wird: inzwischen ein Milliardengeschäft in Deutschland, an dem wiederum  Lernmittelentwickler und -verlage beteiligt sind.  Auch auf den nachmittäglichen Nachhilfeunterricht durch Eltern hat sich die Bildungsindustrie  inzwischen ebenso gründlich vorbereitet, und zumindest innenstädtische Buchhandlungen haben mit umfänglichen Regalwänden der wachsenden Nachfrage nach  - mehr oder weniger geeigneten - Nachhilfematerialien Rechnung getragen.

Diese Frage bleibt einstweilen noch unbeantwortet und ist für das Erfassen der Auswirkungen kaum von Bedeutung:  Sollte man die Macher, die heute dabei sind, die einstige Leistungskraft und Wirksamkeit unserer Universitäten und Schulen zu zerstören, dem Neoliberalismus oder eher dem Kapitalismus zuordnen? 

Wegen der besonderen Aktualität befasst sich Elternbriefe-online regelmäßig mit dem Anfangsunterricht sowie mit der umstrittenen Schriftspracherwerbsmethode  'Lesen durch Schreiben' nach den Konzepten von  'Rechtschreibwerkstatt' (Sommer-Stumpenhorst), 'Lesen durch Schreiben' (Reichen) und 'Tinto' (Urbanek).

 

Günter Eich  (*1. Februar 1907 in Lebus; † 20. Dezember 1972 in Salzburg, deutscher Hörspielautor und Lyriker)

Nein, schlaft nicht, während die Ordner der Welt geschäftig sind! 

Seid mißtrauisch gegen ihre Macht, die sie vorgeben für euch erwerben zu müssen. 
Wacht darüber, daß eure Herzen nicht leer sind, wenn mit der Leere eurer Herzen gerechnet wird!

Tut das Unnütze, singt die Lieder, die man aus eurem Mund nicht erwartet!
Seid unbequem, seid Sand, nicht das Öl im Getriebe der Welt

 

Was LehrerInnen und Eltern von Erstklässlern unbedingt wissen sollten: 

            Lernwegsorientierter Schriftspracherwerb im Spiegel der Empirie und des Schulalltags       

       Wilfried Metze (Grundschuldidaktiker und Fibelautor)/Vortrag beim Dyslexieverband in Zürich (Schweiz) am 31. Mai 2008 

 >http://www.wilfriedmetze.de/Vortrag_Zurich_31.5.08.pdf<

 

Pädagogik gegen das Kind

'Lesen durch Schreiben' mit dem Unterricht nach Sommer-Stumpenhorst, Tinto und Reichen

Wie wissenschaftsferne Dogmen unseren Kindern schaden

 

Dazu: Elternbrief Nr. 13

 

Gesucht: Grundschulen ohne 'Lesen durch Schreiben'

Immer öfter melden sich besorgte Eltern aus dem Bundesland NRW, die verhindern wollen, dass ihre Kinder nach der Methode 'Lesen durch Schreiben' (Rechtschreibwerkstatt/Sommer-Stumpenhorst, 'Tinto'/Urbanek, 'Lesen durch Schreiben'/Reichen, ....) unterrichtet werden.

Auf Bitten dieser wachsenden Anzahl von Eltern hin sucht Elternbriefe-online Grundschulen, an denen ein moderner,  pädagogisch sinnvoller und effektiver Unterricht erteilt wird. 

Elternbriefe-online bittet um die Nennung solcher Grundschulen insbesondere aus den folgenden Großräumen:

Aachen, Bielefeld, Bonn, Düsseldorf, Euskirchen, Köln, Münster, Siegburg, St. Augustin, Niederrhein, Ostwestfalen-Lippe. 

Sämtliche Meldungen werden streng vertraulich behandelt und in anonymisierter Form weitergegeben.

 

Demnächst:

Schulpsychologie und Business – 

eine anstößige Liaison

Auf Kollisionskurs mit dem beruflichen Ethos

Ein Sachbuch

 

 

Bisher erschienen Elternbriefe mit den folgenden Themen:

 

 

Elternbrief Nr.  1
  • Nr.  1: Lernen unsere Kinder in der Grundschule noch richtig schreiben und lesen?

Die Methode "Rechtschreibwerkstatt" des Norbert Sommer-Stumpenhorst im Anfangsunterricht von Grundschulen  

Elternbrief Nr.  2
  • Nr.  2: Die Methoden „Sommer-Stumpenhorst" und „Tinto“ - die unsauberen Studien zur Methode „Sommer-Stumpenhorst"

Wird der Unterricht in der "modernen Schule" zunehmend von privatwirtschaftlichen Interessen geprägt?  

Elternbrief Nr.  3
  • Nr.  3: Unser Kind kann nach Klasse 2 immer noch nicht richtig schreiben und lesen

Lese-/Rechtschreibschwierigkeiten und Lese-/Rechtschreibstörungen in Klasse 1/2  

Elternbrief Nr.  4
  • Nr.  4: Die Mitwirkungsrechte der Eltern bei der Einführung neuer Lernmittel

Oder hat sich ihr Mitwirkungsrecht darauf zu beschränken, für Schulfeste Kaffee und Kuchen zu beschaffen?  

Elternbrief Nr.  5
  • Nr.  5: Die Legende von den Vorteilen der "Vereinfachten Ausgangsschrift"

Abstruser Innovationswahn in deutschen Grundschulen  

Elternbrief Nr.  6
  • Nr.  6: NRW-Grundschule im freien Fall – das Chaos wird Standard

Einschulung mit 5, die neue Schuleingangsphase, die Lehrerbeurteilung in Klasse 4 – Schüler und Eltern müssen die verfehlte Bildungspolitik ausbaden  

Elternbrief Nr.  7
  • Nr.  7: „Freies Schreiben“ in der Grundschule – eine üble Fehlentwicklung mit schlimmen Folgen

Sie verhindert über lange Zeit, dass Eltern dahinterkommen, wie wenig ihre Kinder in Wirklichkeit  lernen  

Elternbrief Nr. 8
  • Nr.  8: Der Jena-Plan des NS-Pädagogen Peter Petersen und dessen Wirken in den Jahren 1933 - 1945 

Totgeschwiegene Dimensionen der Reformpädagogik

Elternbrief Nr.  9
  • Nr.  9: Offener Unterricht in der Grundschule - 

 Unterrichtsformen gegen die Wirklichkeit des Grundschülers    

Elternbrief Nr. 10
  • Nr. 10: Neu in NRW: Notenzeugnisse in Klasse 2

 Warum Eltern diese Entscheidung begrüßen sollten.

Elternbrief Nr. 11
  • Nr. 11: Das Professorenduo Brügelmann-Brinkmann

Wie wissenschaftlich ist ihre Wissenschaft?

Elternbrief Nr. 12
  • Nr. 12: 'Schreib, wie du sprichst!' - Einprägsam, aber falsch!

Versäumnisse und Irrtümer der Methoden 'Lesen durch Schreiben'/'Freies Schreiben

Elternbrief Nr. 13
  • Nr. 13: Pädagogik gegen das Kind (mit Erweiterungen zum Themenbereich 'Schreiben nach Gehör bzw. mit Hilfe der üblichen Anlauttabellen')

’Lesen durch Schreiben’ mit dem Unterricht nach Sommer-Stumpenhorst, Tinto und Reichen  

Elternbrief Nr. 14
  • Nr. 14: Klassen mit mehr als 25 Kindern:

„eine unverantwortliche Form der Vernachlässigung der Kinder durch die Politik in diesem Land“ (Prof. Dr. J.  Ramseger)

Elternbrief Nr. 15
  • Nr. 15: Unterrichtsforschung in Deutschland: ein unrühmliches Beispiel

Eine  'Studie' zum Einfluss der Klassengröße auf  'schulische Wirkungen'

Elternbrief Nr. 16
  • Nr. 16: Das Ende eines Mythos: Lesen durch Schreiben und die Methode Sommer-Stumpenhorst - die unsauberen Studien zur Methode „Sommer-Stumpenhorst"
Elternbrief Nr. 17
  • Nr. 17: 'Neurodidaktik' als Mogelpackung

Neuro-Mythen machen Schule/Elternbrief zur vielbeachteten Veröffentlichung von Dr.  Nicole Becker:  "Die neurowissenschaftliche Herausforderung der Pädagogik"

Elternbrief Nr. 18
  • Nr. 18: Neue Lehrpläne an nordrhein-westfälischen Grundschulen - Abschreiben lernen:  abstruser     Rechtschreibunterricht nach der irrigen Wortbildtheorie aus dem 19. Jahrhundert Neu!
Elternbrief Nr. 19
  • Nr. 19: Jahrgangsübergreifender Unterricht (JÜL / Flex) -

 Ist die marode Schule von heute mit Pädagogik aus der NS-Zeit  zu retten? Neu!

Elternbrief Nr. 20
  • Nr. 20: "Der Teufel ist böse." -

 Moderner Anfangsunterricht mit der Methode 'Sommer-Stumpenhorst'  Neu! (Ergänzungen)

Elternbrief Nr. 21

  • Nr. 21: Länger gemeinsam  lernen -

 schulpolitisch gesteuerte Experimente an und mit Kindern / Ergänzung: II. Grundschule neu gedacht - in NRW und anderswo in Deutschland - oder: Wie aus G8 schon bald G6 werden soll!

Weitere Aufsätze:

 

 

 

 

 

 

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